Positionen

 

Mehr Zürich für alle

 

„Zürich ist sehr erfolgreich. Wichtig ist, dass alle davon profitieren können.“

 

Eine Erfolgsgeschichte…

Zürich ist eine Erfolgsgeschichte. Seit meinem Amtsantritt im Jahr 2009 sind 30‘000 Arbeitsplätze entstanden, 10‘000 neue Unternehmen haben Zürich zu ihrem Firmensitz gemacht oder sind hier gegründet worden. Über 16‘000 Wohnungen wurden gebaut und die Bevölkerung hat um rund 37‘000 Menschen zugenommen. Zürich wächst und prosperiert.

Die Zürcherinnen und Zürcher sind mit ihrer Stadt zufrieden – das zeigen die Bevölkerungsumfragen, die die Stadt regelmässig durchführt. Wir investieren gezielt in die Lebensqualität: neue Plätze wie der Sechseläutenplatz sind entstanden, Quartiere werden verkehrsberuhigt. Wir haben die ausserfamiliäre Kinderbetreuung ausgebaut und sorgen weiterhin für ein vielseitiges und inspirierendes Kulturangebot. Gleichzeitig haben wir – obwohl es mit der Finanzkrise zu grossen Ausfällen bei den Unternehmenssteuern gekommen ist – eine grundsolide Finanzlage und ein ausreichendes Polster an Eigenkapital.

…an der alle teilhaben sollen

Der Erfolg kennt auch Schattenseiten. Laut Bevölkerungsumfrage gibt es vor allem zwei Dinge, die den Zürcherinnen und Zürchern an ihrer Stadt missfallen: Der Mangel an zahlbarem Wohnraum und der Verkehr.

Wir unternehmen einiges, um diese Probleme zu lösen. Die Stadt investiert in den kommunalen und gemeinnützigen Wohnungsbau und betreibt eine aktive Liegenschaftenpolitik. Dank dieser Anstrengungen sind in Zürich die Quartiere gut durchmischt. Wir fördern einen stadtverträglichen Verkehr: Dazu gehören ein starker ÖV und Wege, die auch den schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern Platz einräumen. Das alles braucht ein konstantes Dranbleiben.  

Zürich ist eine internationale und weltoffene Stadt. Eine, in der Migrantinnen und Migranten – sei es aus Syrien, den USA oder aus dem Aargau – eine neue Heimat finden und sich engagieren können. Eine Stadt auch, die lange ansässige Menschen zur Einbürgerung aktiv willkommen heisst.

 

„Ohne Raum für Experimente kann keine Innovation entstehen“

 

Räume für Kreativität und die Unternehmen von morgen

Dank den hervorragenden Bildungsinstitutionen, der guten Lebensqualität und dem vielfältigen Kulturangebot ist Zürich ein attraktiver Standort für innovative Unternehmen, insbesondere auch für soziale und ökologische Start-ups. Die Stadt Zürich unterstützt Förderprogramme und Standorte für Jungunternehmen. Zudem engagiert sie sich für zahlbare Gewerberäume und sichert Standorte für das produzierende Gewerbe und die Industrie. Ohne Räume für Kreative, ohne Raum für Experimente kann keine Innovation entstehen. Ich weiss um die Wichtigkeit einer guten Durchmischung auch mit Blick auf den Wirtschaftsstandort. Zudem will ich eine leistungsfähige und kundenfreundliche Verwaltung – für die Bevölkerung und für die Unternehmen, egal ob Bäckerei, Grafikatelier oder Software-Firma.

 

Labor für den Fortschritt

Zürich war und ist eine Stadt, die Pionierleistungen erbringt. Mit dem gemeinnützigen Wohnungsbau und dem Aufbau der Gesundheitsversorgung im „Roten Zürich“ der dreissiger und vierziger Jahre, mit der pragmatischen und innovativen Drogenpolitik in den 1990er Jahren. Und heute als Pionierin für die 2000-Watt-Gesellschaft oder als Vorreiterin bei der Einführung von Tagesschulen in der Deutschen Schweiz. Zürich versteht sich als Schrittmacherin. Vieles, was in Städten wie Zürich begonnen hat, wird heute auch in anderen Gemeinden zum Standard, von der Kinderbetreuung bis zu den Begegnungszonen. Zürich will auch weiterhin wegweisend sein: Wir müssen die Digitalisierung nutzen, um eine ökologischere, sozialere und smartere Stadt zu werden. Auch die digitale Stadt soll aber eine Stadt sein, in der wir uns persönlich begegnen, und wo sich alle Zürcherinnen und Zürcher zu Hause fühlen.

 

Vielseitig und vielfältig

Zürich hat ein hervorragendes und vielseitiges Kulturangebot, auf das die Zürcherinnen und Zürcher stolz sind. Zu Recht. Nach den Opernhauskrawallen und der 1980er-Bewegung hat die Zürcher Politik – damals noch unter einem freisinnigen Stadtpräsidenten – erkannt, dass Kultur vielfältig sein muss. Kultur ist nicht nur Leuchtturm- und Hochkultur, sie ist auch Jugend- und Volkskultur, sie ist für alle. Ich setze mich für eine Kulturpolitik ein, die die Vielfalt unserer Stadt widerspiegelt, Traditionen bewahrt aber auch offen ist für neue Formen. Das ist nicht gratis, aber jeden investierten Franken wert. Denn Kultur ist der Bevölkerung wichtiger und teurer, als es viele in der Politik meinen. Sie stiftet Identität und regt zum Denken an: Kultur und Innovation gehören zusammen.