Für und Wider der Städtischen Kulturpolitik

Im September 2003 veröffentlichte das Präsidialdepartement erstmals ein Leitbild der städtischen Kulturförderung für die Jahre 2003-2007. Seitdem erscheint alle vier Jahre ein neues Leitbild, das über die aktuelle Situation im Zürcherischen Kulturwesen und über die kurz- und mittelfristigen Planung im Kulturwesen informiert. Neben dieser Kulturförderung gibt es natürlich noch ganz viele andere kulturellen Veranstaltungen, die nicht subventioniert werden, obwohl sie es vielleicht auch verdient hätten. Denn wer es einmal auf die Liste geschafft hat, bleibt in der Regel lange drauf. Einerseits ist das richtig, denn sonst kann nicht langfristig geplant werden, andererseits würde ein Wechsel ab und zu gut tun!

Die Stadt unterstützt viele kleine und grosse Angebote mit unterschiedlichen Beiträgen. Es stellt sich auch immer die Frage nach andern möglichen Geldquellen, etwa Sponsoring  und dessen Verhältnis zum städtischen Beitrag. Der Letztere kann ein wichtiges Signal für Sponsoren sein ein kulturelles Angebot zu unterstützen. Darf die Stadt jedoch Sponsoring fordern? Es gibt Veranstalter, die lehnen Beiträge von Banken, Versicherungen oder Verlagen verständlicherweise explizit ab, um unabhängig zu bleiben. Andere Veranstalter können bei privaten Geldgebern nicht genug Mittel generieren, um eine gute Ausstellung oder Aufführung zu realisieren. Was richtig ist, kann nicht schlüssig beantwortet werden. Es stellt sich die Frage, wie sich die Besucher davon beeinflussen lassen. Gehe ich an eine Veranstaltung, die von einer von mir ungeliebten Unternehmen gesponsort wird, oder ist mir das egal, nach dem Motto Geld stinkt nicht?