Wo, wo Gleis?

Das Tram ist parat, aber die Gleise nach Affoltern fehlen noch! Rund 50 aktive Genossinnen und Genossen haben heute der Forderung Nachdruck verliehen, dass auch das grosse und wachsende Quartier Affoltern mit dem Tram erschlossen werden muss.
Da die Wehntalerstrasse – ohne Tram – sehr unattraktiv ist, gab es leider kaum Passanten, die wir auf unsere Forderung hinweisen konnten. Durch das Tram, und die dafür nötige Spurreduktion für die Autos, wird die Aufenthaltsqualität der Wehntalerstrasse aber sicher steigen und wir freuen uns bei der nächsten Demo auf der Wehntalerstrasse mehr Passanten auf unsere Forderungen aufmerksam machen zu können. Von den wenigen Zuschauern haben sich aber sogar zwei spontan dem Demonstrationszug angeschlossen und sich damit auch für unsere Sache engagiert.

Wir sind umhüllt von blauen und weissen Seitenwänden und einer originalen Cobra-Front gesteuert vom Zebra von der zukünftigen Tramhaltestelle Glaubtenstrasse zum Zehntenhausplatz auf der gesperrten Wehntalerstrasse marschiert. Zu dem Zweck wurde die Strasse stadtauswärts gesperrt und nur die Busse, für die wir eine eigene Spur fordern, wurden an uns vorbei gelotst.

Mit dem Slogan „Rein ins Tram, raus aus dem Stau“ haben wir auch allen Passanten, Autofahrenden und Buspassagieren unsere Botschaft schriftlich klar gemacht. Zusätzlich haben wir aber natürlich auch lautstark auf uns aufmerksam gemacht und das Tram nach Affoltern ausgerufen und immer wieder „Wo, wo Gleis“ skandiert. Denn das Tram wäre ja parat, aber die Gleise fehlen einfach noch!

Das Zebra war natürlich nicht nur im Führerstand dabei, sondern auch in echt unter den Mitfahrenden.

André Odermatt, Stadtratskandidat SP,  bekräftigt in seiner Schlussansprache, dass ein Tram nach Affoltern wichtig und dringend ist. Die Bevölkerung Affolterns wachse und wachse, der öV halte mit dem Wachstum aber nicht mit. So verliere der öV an Attraktivität und potentielle BenutzerInnen ans Auto. Weiter weist er darauf hin, dass auf der Prioriätenliste der VBZ und des ZVV die Tramverbindung nach Affoltern ganz weit nach hinten gerutscht ist. Deshalb brauche es den Druck auf allen Ebenen: Im Kantonsrat hat Silvia Seiz (SP11) und Marcel Burlet (SP Regensdorf) bereits ein Postulat eingereicht. Ein entsprechendes soll im Gemeinderat nach den Ferien folgen. Weitere Druckmittel sind zu überlegen, wie z. B. eine Petition.

P.S. Offensichtlich will auch Höngg mehr Tramlinien. Oder warum wird in der S14 am Bahnhof Wipkingen eine violette 9 nach Rütihof angezeigt?

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