Aufgabenstunden statt Hausaufgaben!

Kinder sollen ihre "Ufzgi" an der Schule lösen.

Die Volksschule ist für alle Kinder da! Jedes Kind, unabhängig von seiner sozialen Herkunft, soll nach seinen Fähigkeiten gefordert und gefördert werden. Dafür kämpft die SP seit Jahren. Doch an Schweizer Schulen ist Chancengerechtigkeit noch immer ungenügend umgesetzt. Hausaufgaben sind eine von mehreren Ursachen dafür. Denn nicht alle Eltern können ihre Kinder zuhause genügend unterstützen. Deswegen fordern wir, dass die Aufgaben nicht mit nach Hause genommen, sondern direkt in der Schule gelöst werden.

Aufgabenstunden existieren bereits in vielen Zürcher Schulen. Doch sie müssen weiter ausgebaut werden, damit jedes Kind eine gerechte Chance erhält!

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Ufzgi an der Schule-Petition

Ich finde diesen Weg falsch. Die Problematik, die dem Ansatz zugrunde liegt, kann nicht so gelöst werden und der Schaden, der mit einer solchen Lösung angerichtet würde, wäre enorm.

1. Gut wäre ein regelmässiger Service an der Schule für die Lösung von Hausaufgaben (Typp: Doposcuola), die allen Schülern offen stünde und wohin Lehrer Schüler mit Schwierigkeiten auf diesem Gebiet - mangels elterlicher Hilfe oder wegen Leistungsschwäche - weisen könnten (mit Kontrolle zwischen Lehrer-Aufgabenhilfe). Er könnte auch den Eltern offenstehen, falls diese selbst die Aufgaben verstehen wollen.

2. Durch Hausaufgaben lernt ein Kind, Prioritäten zu setzen in seinem Leben, seinen Alltag nach der Schule einzuteilen, sich zu überwinden, Unangenehmes anzugehen und nicht hinauszuschieben. Die Aufgaben dienen: Vertiefung des Stoffs in Ruhe (wenn er denn gut unterrichtet ist!!!!); Erkennung, ob man die Sache versteht oder nicht (und daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen: Rückfrage beim Lehrer! oder nochmals selbst versuchen oder anderweitig Hilfe holen!); der Konzentration. Schliesslich, wenn das Mass richtig ist und die Hausaufgaben so sind, dass sie der Schüler eigentlich selbst lösen können sollte, binden sie auch die Eltern - in einem gewissen Masse ein, indem sie nicht die Aufgaben mit den Kindern selbst lösen müssen, aber das Kind motivieren, den Lehrer in die Erklärungs- und Hilfspflicht zu nehmen oder eben, indem sie das Kind in die Doposcula schicken. Auch ausländische Eltern merken nämlich, dass ihr Kind den Stoff nicht versteht.

Helena Zimmermann, Historikerin

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Raffael Jacomella - Grundeinkommen für alle - unterstützt von Martin Waser
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